Die Musik

Wie kann man eine Musik beschreiben? Am Besten, indem man sie vorspielt.
Dazu gibt es die Seite: Musikbeispiele (an der ich noch arbeite)
Wer dazu noch Worte braucht findet davon genügend (?) auf den Seiten:
Musik
Begriffs-Klärung und
Spieltechnik

oder geht direkt zu meiner WebSite
www.abenteuer-rhythmus.de

Die Beiträge sind nicht wirklich sinnvoll gegliedert oder geordnet. ich betrachte es eher als eine wilde Aufzählung von Gedanken, Erlebnissen und Erklärungsversuchen.

Zum Lesen der Texte bitte auf die Balken klicken.

Wir sagen: "Die Rhythmen"


Rhythmen werden oft von Trommeln gespielt. Ob alles, was Trommeln spielen auch Rhythmen sind, ist ein Umkehrschluss der in meinen Ohren nicht berechtigt ist.

Die Musik, die Trommeln machen, ist auf jeden Fall stark rhythmisch geprägt. Aber wo ist die Grenze zwischen Rhythmus und Melodie.......

Siehe auch: Spieltechnik: Rhythmus oder Melodie ?
Höre auch: Musikbeispiele: Rhythmus oder Melodie? Die 3 Bass Trommeln, Dibon

Um in meinen Texten verständlich zu bleiben, werde ich aber weiterhin den Begriff Rhythmen benutzen, auch wenn ich jedesmal bei mir denke "Melo-Rhythmen" So eine Art Hybrid aus Melodie und Rhythmus.

Echtes Team-Work

Nehmen wir einfach mal ein vollständiges Trommel Ensemble aus der Kernregion der Malinke Kultur.
Dann haben wir:

eine Dununba mit Glocke
eine Sangbañ mit Glocke
eine Kensedeni mit Glocke
ein bis zwei Begleit-Djembe
ein Djembe Solist

Höre auch Musik - Musikbeispiele - Melodische Zusammenarbeit der Instrumente

Jeder Spieler spielt seine Grundfigur (je nachdem, was gerade gespielt wird). Manche Grundfiguren dürfen variiert werden. Die Variationen sind aber nicht frei, genausowenig wie ein Solist frei ist. Variationen entstehen aus der melodischen Aussage des jeweiligen Rhythmus (Melo-Rhythmus). Das bedeutet, sie vertreten immer noch die Grundfigur, jedoch abgewandelt (meist bildet sich in einem Dorf ein bestimmtes Repertoire, das stillschweigend "von allen abgesegnet" ist). (Also: aus einem Walzer wird nicht plötzlich ein Foxtrott). Wieviel Spielraum jeder Musiker hat, entscheidet die Gemeinschaft aller Beteiligten. Musiker, Tänzer, Zuschauer, eben alle. Neue Bestandteile müssen sehr stimmig in das Ganze hineinpassen, damit sie aufgenommen werden.

Und selbst "abgesegnete Variationen" haben in der Regel bestimmte Momente im Gesamtablauf, je nachdem, ob gerade jemand tanzt, jemand ansetzt zum tanzen, jemand absetzt vom tanzen, jemand was erzählt, gesungen wird, der Solist gerade "das uns das" spielt, aufhört zu spielen usw. usf.
Da die Instrumente auch miteinander sprechen, sind die Variationen oft auch unter den Instrumenten abgestimmt: Wenn die Sangbañ das macht, macht die Dununba das....... Aber, bitte nicht denken, das Ganze sei irgendwie aufgeschrieben und Gesetz. Es gibt Regeln, auch wenn sie keiner ausspricht; sie können und werden allerdings auch gebrochen, auch wenn keiner bestraft wird (Die nachfolgende Generation von Musikern entwickelt meist eigene/neue Formen, die oft auch von den "Alten" abgelehnt werden. Obwohl sich die "Alten" unter Umständen daran erinnern, dass es ihnen genauso erging, als sie selbst die "Jungen" waren).

Wichtig ist, dass die Musik, dem gesamten Geschehen so dient, dass alle zufrieden sind.

Die Trommeln sprechen


Manchmal kommt es auch in unseren Breitengraden dazu, dass ein Musiker zum anderen sagt: "Spiel mal deine Stimme!"
Wikipedia schreibt: Die Stimme (von althochdeutsch: stimma) ist
also auch Instrumente haben Stimmen; manchmal muss man sie auch stimmen, damit der Klang stimmt. Stimmt´s?

Die Trommeln in Westafrika sagen auch etwas mit ihrer Stimme. Wer selber trommelt, kennt es vielleicht. Meist beim Wiederholen von Grundstimmen, bilden sich plötzlich Worte dazu, die zum Rhythmus und zur Klangfarbe der Töne passen. Wie weit das geht dokumentiert am schönsten eine Aufnahme von Famoudou Konate auf seiner CD: Hamana Mandenkönö (Audio CD - 2005). Der Titel: 06 - Könöwule II 2.mp3.
Ich hab ein ganz kurzes Stück davon bei den
Musikbeispielen.

"Tanzmukke"